Schädlinge

Bei der Aufzucht von Pflanzen spielen Schädlinge immer einer Rolle. Blattläuse und Milben sind am verheerendsten, während Pilze, Raupen und Mottenschildläuse ebenfalls Probleme bereiten können. Eine Insektizidbombe („pyrethrum bomb“ ) ist perfekt geeignet, um eine schädlingsfreie Umgebung zu schaffen, wobei das regelmäßige Sprühen mit einem Sprühmittel, egal ob gekauft oder selbstgemacht, ebenfalls möglich ist. Sollten Sie Pflanzen von draußen nach drinnen verlegen, sollten Sie beide Seiten der großen Blätter, sowie die verwendete Topferde besprühen. Am besten beobachten Sie die Pflanzen für einige Wochen gut, um sicher zu sein, dass es so gut wie keinen Befall gibt und keine Insekteneier vorhanden sind.       

Pilzbefall ist in jedem Fall ein weiteres großes Problem bei der Pflanzenentwicklung. Eine blühende Pflanze, die etwa zu 50% entwickelt ist, wird sehr viel wahrscheinlicher durch Fäulnis oder Pilze befallen. Die Pilze entwickeln sich mit großer Wahrscheinlichkeit bei hoher Luftfeuchtigkeit und einem Temperaturspektrum zwischen 15.5 und 27 Grad Celsius. Ein Pilz kann sich sehr schnell ausbreiten und sehr destruktiv sein. Ein Pilz, der über die Luft übertragen wird, kann sich sehr schnell auf andere Pflanzen ausbreiten und kann nur schwierig unter Kontrolle gebracht werden. Wenn Sie einen Pilz entdecken, hilft es wenn Sie sich proaktiv verhalten und die infizierte Stelle / Pflanze so schnell wie möglich entfernen. 

Am besten legen Sie sich ein gutes Fungizid zu, welches Ihre Ernte vor Pilzen schützt. Sprühen Sie das Mittel vor der Blütephase von oben auf die Pflanzen. Verzichten Sie auf das Sprühen von Fungizid, wenn Sie vorher noch keinerlei Probleme entdeckt haben. Generell hilft eine hohe Luftzirkulation und eine geringe Luftfeuchtigkeit. Zudem sollten Pflanzen nicht von draußen direkt in das Hauptanbaugebiet im Inneren verlegt werden. Falls ein Sprühen der Pflanzen mit Fungizid erforderlich ist, kann dies besser vor der Entstehung der Blüten geschehen, da es nicht wirklich gut ist direkt auf die Knospen zu sprühen. Am besten schneiden Sie befallene Knospen sofort ab und entfernen diese. 

Viele Fungizide beinhalten schädliche Stoffe, die Sie nicht in Ihren Körper aufnehmen möchten. Verwenden Sie daher nur Mittel, die für Gemüsesorten gedacht sind. Produkte des Herstellers Safer, wie die Insektizid-Seife helfen bei der Bekämpfung von Blattläusen. Chili-Pfeffer und Tabasco, welcher mit zu einer Sprühlösung gegeben wird, hilft Milben zu töten. 

Der Einsatz von Insektizidbomben oder starken Mitteln sollte nur für einen wirklich problematischen Befall genutzt werden. Er kann aber auch bei Problemen wie Spinnenbefall oder Befall durch andere Insekten verwendet werden und entfernt diese aus dem Gewächshaus oder Anbauraum. Das verwendete Gift sollte sich dabei innerhalb von 7 Tagen zu einer nicht giftigen Substanz umsetzen, die von den Blättern gewaschen werden kann. Sie können Insektengift bis zur Blütephase gegen Spinnen und Milben einsetzen, danach hilft eine Mischung mit Seife und Tabasco, bzw. Pfeffer. 

Große Probleme bereiten auch Spinnmilben beim Pflanzenanbau. Um diesem Problem vorzubeugen hilft es grundsätzlich, keine Pflanzen vom Außenanbau nach drinnen zu bringen. Denn so können die Tierchen leicht überspringen und die gesunden Pflanzen schädigen. Wenn Sie die Jahreszeiten richtig nutzen und den Regenerationsprozess außerhalb des Sommers vollziehen können, anstatt in diesem Zeitraum auf konstante Innenbeleuchtung zu setzen, kann dies ebenfalls helfen. Die Pflanze kann innen mit dem Wachstum beginnen und im Frühling nach draußen verlegt werden, um mit dem Blüteprozess zu beginnen und nicht andersherum. Geben Sie den Pflanzen Stickstoff, damit sie sich gut selbst regenerieren können und im Herbst wieder Blühen können. Sobald die Pflanzen einmal draußen waren, sollten sie dort auch bleiben.