Blätterdüngung

Eine sehr effektive Maßnahme, um die Wachstumsgeschwindigkeit und die Ernte zu verbessern, ist die Blätterdüngung. Für diese Methode bietet sich ein Raum mit einer Ventilation und dem richtigen CO2 Level an. Mischen Sie Fledermausguano, Fischöl, Wurmkompost oder ähnliches Düngematerial zusammen und düngen Sie die Pflanzen mit diesem Gemisch in der vegetativen und der frühen Blütephase. In der finalen Blütephase, sollte diese Technik nicht mehr angewendet werden. Sie sollten mit der Blattdüngung 2 bis 3 Wochen vor der Ernte aufhören. Säubern Sie bei der Blattdüngung die Blätter wöchentlich, um sicherzustellen, dass diese nicht verstopfen. Die Düngung kann alle ein bis zwei Tage stattfinden. 

Am besten ist es die Blattdüngung am Morgen zwischen 7 Uhr und 10 Uhr und dann wieder am Nachmittag um 17 Uhr durchzuführen. Der Grund hierfür ist, dass die Spaltöffnungen an der Unterseite der Blätter zu diesen Zeiten geöffnet sind. Die optimale Temperatur für diesen Prozess liegt zudem bei etwa 22 Grad und ab einer Temperatur von etwa 27 Grad kann es sein, dass sich die Blätter nicht mehr öffnen. Wählen Sie also kühlere Tageszeiten für diesen Vorgang aus. Es kann sein, dass die kühleren Zeiten von dem hier genannten Schema abweichen und so kann auch eine Zeit um 14 Uhr richtig sein. Ein Sprühsystem für die Blattdüngung wird durch ein Zerstäubungssystem effektiver, welches einen feinen Nebel um die Pflanzen kreiert. 

Perfekt ist ein PH Wert zwischen 6.2 und 7. Wenn Sie den PH Wert erhöhen wollen, können Sie Natron hinzufügen, für einen niedrigeren PH Wert fügen Sie Essig hinzu. Sie können auch ein Benetzungsmittel verwenden, um zu verhindern, dass sich Tröpfchen bilden. Denn die Tröpfchen können die Pflanzenblätter verbrennen, wenn sie wie eine Lupe das Licht verstärken. Sprühen Sie  daher das Düngemittel auch nicht, wenn die heißen Glühlampen angeschaltet sind, sondern nur, wenn diese ausgeschaltet und abgekühlt sind.  

Ein gutes Blattdüngergemisch kann aus normalem Düngemittel und Mineralwasser bestehen. Ein solches Gemisch ist in der Lage, die notwendigen Nährstoffe und das CO2 direkt an die Pflanze abzugeben, wenn es gesprüht wird. 

Die Methode der Blattdüngung ist in der Branche sehr anerkannt und hat den Vorteil gute Resultate zu erzielen, wenn eine Überdüngung des Bodens dazu geführt hat, dass die Pflanze nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann. 

ACHTUNG: Es ist wichtig, die Blätter vor der Ernte und auch nach jeder Düngung abzuwaschen, bevor diese getrocknet sind. Ansonsten kann es sein, dass die Blätter einen Nitratsalzrückstand enthalten. 

In der Regel hat jeder Züchter seine eigene Düngemethode und Präferenz. Einige greifen auf kommerzielle Düngemittel zurück, andere auf Guano, wobei viele den Geruch von Fischöl und Fledermausguano als unhygienisch und abstoßend empfinden. 

Ein Anbau mit natürlichen Düngemitteln ist vorteilhaft, wenn Sie sicher sein wollen, dass es keine Probleme mit toxischen Mitteln gibt. Der richtige Einsatz von CO2 bei Kulturpflanzen die innen angebaut werden, kann genauso effektiv sein, wenn kein Blattdünger verwendet wird.