Guerilla-Anbau mit Cannabis

Guerilla-Anbau bedeutet Cannabispflanzen an einem Ort anzubauen, der sehr abgelegen und versteckt liegt und der auch von Fußgängern oder Wanderern nicht schnell aufgesucht wird. Je unzugänglicher und weiter von interessanten Orten entfernt, desto besser. 

Die Methode eines Anbaus weit entfernt vom eigenen Grundstück, bietet den Vorteil, dass im unglücklichen Fall einer Entdeckung des Feldes, Sie nicht einfach zurückzuverfolgen sind. Wenn Sie vorsichtig sind und es vermeiden können, Haare, Fingerabdrücke, Fußspuren etc. zurückzulassen, machen Sie es der Polizei sehr schwer, Sie zurückzuverfolgen und verantwortlich zu machen. 

Sollten Sie vor Ort angetroffen werden, sprechen Sie auf keinen Fall über Cannabisanbau oder Ihre Rolle hierbei. Sie können z.B. ein Fernglas oder eine Angelrute mit sich führen und behaupten, Sie seien hier für ornithologische Beobachtungen oder zum Fischen. 

Sprechen Sie nicht mit anderen über den Anbauort und nehmen Sie keine Besucher mit dorthin. Ausnahmen sind möglich, wenn die Pflanzen kurz vor der Reife stehen und sowieso in 1 bis 2 Tagen geerntet werden.  

Während Sie das Cannabisfeld anlegen, müssen Sie darauf achten, dass dieses auf keinen Fall entdeckt wird. Wenn Sie sich zum fraglichen Gebiet begeben wollen, nehmen Sie immer wieder verschiedene Routen und versuchen Sie so wenig Aufhebens wie möglich zu erregen und so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen. Parken Sie Ihr Auto nicht immer wieder an derselben Stelle und vermeiden Sie Hauptstraßen. Parken Sie an einer Stelle, die so unauffällig wie möglich ist. Es kann nützlich sein ein „Safehouse“ in der Nähe der Anbaustelle zu haben, wenn die Anbaustelle sehr weit von Ihrem eigentlichen Zuhause entfernt liegt. Überlegen Sie sich stets einen guten Grund im Vorhinein, warum Sie sich gerade in der Gegend aufhalten und nehmen Sie Gerätschaften oder Gegenstände mit, die Ihre Geschichte weiter untermauern. 

Versuchen Sie, die Cannabispflanzen so anzubauen, dass sie nicht besonders aus der Landschaft herausstechen, also z.B. nahe an Büschen oder unter Bäumen. Außerdem sollten Sie nicht zu viele Pflanzen an einer Stelle unterbringen sondern diese etwas verteilen. Daneben kann es helfen, die Pflanzen dazu zu bringen, nicht gerade sondern schräg zu wachsen. Hierfür können Sie die Pflanzen mit Pflanzenbinder an den Boden binden. Eine schräg gewachsene Pflanze ist häufig effizienter und kann mehr Ernte bringen. Hanfpflanzen unter Bäumen anzupflanzen ist möglich, solange noch ausreichend Sonne hindurchscheint. Idealerweise sollten die Pflanzen mindestens 5 Stunden direktem Sonnenlicht und 5 weitere Stunden indirektem Licht ausgesetzt sein. 

Erwägen Sie Kleidung zu verwenden, die Sie nach dem Gebrauch leicht entsorgen können. Um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen, können Sie Operationshandschuhe oder andere Handschuhe verwenden. 

Auch für den Guerilla-Anbau kann man Pflanzen umzäunen, so dass vor Ort vorhandene Tiere nicht an die Pflanzen herankommen. Optimal ist z.B. ein Maschendrahtzaun, wie er für Hühnerställe verwendet wird, da dieser günstig und einfach aufzubauen ist. Falls Sie einen Zaun errichten, sollte dieser in regelmäßigen Abständen überprüft werden. 

Schädlinge wie Mäuse oder Ratten lassen sich wahrscheinlich von keinem Zaun abhalten. Verwenden Sie auf keinen Fall Seifenprodukte oder ähnliches um Wild fernzuhalten, denn diese Produkte wirken stark anziehend auf Mäuse und Ratten. Sie können Rattengift verwenden, welches Sie in speziellen Kleintierfallen platzieren. So verhindern Sie, dass Gift von Vögeln oder Wild aufgenommen wird. Platzieren Sie das Gift bevor Sie mit der Aufzucht der Pflanzen beginnen. Oft dauert es mehrere Tage bis die Schädlingspopulation durch das Gift minimiert wird. Es kann einfacher sein, in einem umschlossenen Bereich wie einer Hütte oder einem Hinterhof anzubauen, statt eine freiliegende Parzelle schädlingsfrei zu halten.

Daneben gilt es auch, sich über die Bewässerung Gedanken zu machen, da die Pflanzen nur wachsen können, wenn sie auch ausreichend bewässert werden. Wenn Sie Wasser vor Ort bringen müssen, sollten Sie dies so unauffällig wie möglich tun, zum Beispiel in einem Reiserucksack. 

Kleine, bereits gekeimte Pflanzen, zu einem Guerilla-Anbaugebiet zu bringen, kann sich als sehr schwierig gestalten. Idealerweise beginnen Sie mit dem Keimungsprozess vor Ort, in einer kleinen Hütte oder in einem Gebäude und bringen die Pflanzen anschließend nach draußen. Hierfür ist es gut, wenn Sie in der Lage sind, die männlichen von den weiblichen Pflanzen zu trennen. So stellen Sie sicher, dass Sie nur Cannabis anpflanzen und bewässern, der auch Ertrag bringt und sparen sich unnötige Kosten und Logistikaufwand. 

Für das Keimen kann Steinwolle, welche in kleine Würfel mit einer Größe von etwa 7.5cm geschnitten wird, eine gute Lösung sein. Sie können in der Regel bis zu 20 dieser Würfel in einem größeren Behältnis transportieren. Zudem können die Würfel auch direkt in den Boden gepflanzt werden. 

Viele Hanfanbauer verlassen sich nicht mehr auf Samen und sind mehr am Klonen Ihrer Hauspflanzen interessiert. Diese werden dann in kleinen Behältnissen direkt zum neuen Anbaugebiet gebracht. Ein entscheidender Vorteil dieser Methode ist, dass sie genetische Sicherheit bietet und es das Anbaufeld demnach nicht mit „Verunreinigungen“ genetischer Art zu tun bekommt. Das bedeutet, dass keine Unterscheidung zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen nötig ist, kein Jäten schlechter Pflanzen ansteht und keine männlichen Pflanzen ins Anbaufeld gelangen. Kurz gesagt, Sie verschwenden nicht unnötig Zeit.