Cannabis draußen anbauen

In den meisten Fällen ist der Außenanbau von Cannabis die effektivste Lösung. Hanf, das draußen angebaut wird, ist stärker, da es sehr viel Licht ausgesetzt ist. Zudem fallen keine Stromkosten oder Probleme mit der absoluten Verdunklung eines Raumes an. Natürliches Sonnenlicht erreicht die Pflanze an mehr Stellen als es künstliches Licht vermag. Dies gilt natürlich besonders für Pflanzen, die an einer sehr sonnigen Stelle gepflanzt werden. Daneben gibt es bei Pflanzen, die innen herangezogen werden, das Problem, dass der untere Bereich der Pflanze sich oftmals nicht voll entwickeln kann.  Werden die Pflanzen draußen gezogen, gibt es dieses Problem nicht. 

Werden die Pflanzen außerhalb eines Gewächshauses draußen angepflanzt, gibt es eine Vielzahl an Faktoren, die die Ernte beeinflussen können. Für Schädlinge oder Wild können die Pflanzen ein gefundenes Fressen sein und auch Käfer können die Pflanzen bedrohen. Im Freien sind die Pflanzen natürlich auch schlechten Wetterbedingungen voll ausgesetzt. Somit gibt es einige Gründe für einen Innenanbau oder Anbau im Gewächshaus. Jedoch entstammen die Cannabispflanzen mit dem besten Geschmack in der Regel einer Aufzucht im Freien. Bei dieser Anbaumethode können zum Schutz der Pflanzen Zäune errichtet werden, die bereits viele Schädlinge abhalten. Es ist notwendig, das Anbaugebiet regelmäßig aufzusuchen und zu pflegen. Zum einen muss darauf geachtet werden, dass die Umzäunung noch in Takt ist, zum anderen muss die Fläche natürlich auch regelmäßig bewässert werden. Wenn Sie ihr Set-up wirklich nach draußen und nicht in ein Gewächshaus verlegen, macht ein Anbau mit Nährstofflösung  weniger Sinn, da diese draußen leicht verdampfen kann.  Besser setzten Sie die Hanfpflanzen direkt in den Boden.  

Neben diesen Aspekten sollte das Hauptaugenmerk auf der Auswahl eines geeigneten sonnenreichen Platzes für den Anbau liegen. Jemand, der Pflanzen direkt im Garten kultivieren will, sollte sich genau darüber im Klaren sein, aus welcher Richtung und zu welcher Tageszeit das Sonnenlicht auf die Parzelle scheinen wird. Natürlich spielen aber auch Dinge wie die Einsehbarkeit des Gartens eine Rolle, da Sie nicht zu viel Aufsehen erregen wollen. Wählen Sie also am besten einen Ort der unauffällig und zugleich sonnenreich ist. Sie sollten eine Stelle auswählen, an der im Winter mindestens von 10.00 Uhr morgens bis 16.00 Uhr abends die Sonne scheint, besser noch ist ein Zeitfenster von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Im Winter werden Sie Ihr Gewächshaus wahrscheinlich nicht großartig nutzen, jedoch können die Pflanzen immer noch von echter Wintersonne profitieren, wenn diese ähnliche Bedingungen bietet, wie sie auch im Frühling oder Herbst vorkommen. Ein südlich ausgerichteter Garten profitiert von einem deutlich längeren Sonnentag. Ein Garten, der zu allen Seiten hin geöffnet ist, kann natürlich am meisten Sonnenlicht bekommen. Viele Experten sind der Meinung, dass die Cannabispflanzen stärker auf die Morgensonne als auf die Sonne am Nachmittag ansprechen. Daher sollten Sie darauf achten, dass Sie die Morgensonne nutzen. 

Es kann vorteilhaft sein, wenn ein Gewächshaus eher wie eine Gartenhütte oder ein Schuppen aussieht. Falls Sie eine Gartenhütte haben, können Sie auf einer Seite der Hütte entsprechende PVC oder Glasfaser Dachpaneele einsetzen, während Sie den Rest der Hütte in einer ähnlichen Farbe anstreichen. Hierbei sollte die Dachkonstruktion möglichst eben sein und sich gut in die Struktur der Hütte einfügen, so dass es nicht auffällt. Es ist auch möglich, Gestrüpp oder Sträucher rund um die Hütte wachsen zu lassen um diese zu tarnen. 

Um eine schützende Konstruktion um die jungen Pflanzen zu bauen ist PVC oder Verbundwerkstoff (Filon) gut geeignet. Auch ist es möglich, durchsichtige Gewächshauspaneele zu kaufen und diese dann mit einem Spray aus Epoxidharzlack oder ähnlichem zu tünchen. Die letztere Variante lässt mehr Sonne durch als weißes PVC oder Verbundwerkstoffe. Eine Epoxidschicht hat auch den Vorteil, dass die verwendeten Materialien konserviert werden und eine längere Zeit halten sollten. Daneben kann man mit einem Verschlag aus PVC, welcher mit grauem Epoxidharz angesprüht wird, sogar den Eindruck erwecken, er sei aus Metall. Verwenden Sie jedoch auch nicht zu viel Harz, da dann nicht mehr genug Sonnenlicht durchscheinen kann. Wählen Sie einen guten Platz für den Verschlag / das Gewächshaus aus und achten Sie darauf, dass die obere Bodenschicht von guter Qualität ist. Eine Grasfläche deutet meistens auf eine gute Bodenqualität hin, wobei das im Garten nicht unbedingt der Fall sein muss. Auf jeden Fall macht gute Bodenqualität einen entscheidenden Unterschied beim Anbau aus. Eine Pflanze am richtigen Ort mit den richtigen Bedingungen kann eine Größe von bis zu 3 Metern erreichen, während der Durchschnitt eher bei etwa 1.50m liegt. Der Außenanbau ist für die Wurzeln besser als ein Anbau in Töpfen, da die größeren Wurzeln mehr Nährstoffe aufnehmen können. Eine Aufzucht im Freien und im Gartenboden sollte zu den besten Ergebnissen führen, wobei mehr Platz zwischen den Pflanzen gelassen werden muss, da diese anschließend nicht mehr bewegt werden können.

Es gibt natürlich trotzdem die Möglichkeit, die Pflanzen draußen in Töpfen zu platzieren, was den genannten Vorteil hat, dass man diese noch verschieben kann. Daneben kann man die Töpfe auch eingraben, so dass die Pflanzen nicht über Ihren Gartenzaun hinausragen und weniger auffällig sind. Töpfe haben mit Sicherheit eine Reihe von Vorteilen, besonders wenn man in Situationen kommt die ein kurzfristiges entfernen der Pflanzen notwendig machen, wenn man zum Beispiel Hilfe von außen benötigt (Handwerker, Feuerwehr etc.). 

Generell kann es eine gute Idee sein, eine Dachkonstruktion über den Pflanzen zu errichten, sodass diese nicht ins Blickfeld kommen, sobald sie über Zaunhöhe wachsen. Natürlich wollen Sie Ärger mit Nachbarn vermeiden. 

Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Cannabispflanzen an einem entfernteren Ort anzubauen, sollten Sie besonders über Bewässerungsmöglichkeiten nachdenken. Eine Wasserquelle sollte möglichst in der Nähe sein, da Sie ansonsten ständig Wasser zu den Pflanzen transportieren müssen, was aufgrund des Gewichts, relativ schwierig sein kann. Idealerweise liegt die Parzelle nahe eines Flüsschens, das Sie dann mittels eines Schlauchsystems zur Bewässerung nutzen können. So wäre zum Beispiel ein Aufbau in Hanglage mit einem versteckten Schlauch, der vom höher gelegenen Flüsschen nach unten führt, sicher eine kreative Lösung.