Die Cannabisblütezeit

Eine Cannabispflanze ist in der Lage, Knospen oder Blüten zu bilden, wenn eine Dunkelzeit von 11 bis 13 Stunden einsetzt. Dies täuscht der Pflanze vor, dass die Tage kürzer werden und der Winter bevorsteht. Darum ist es vorteilhaft, zwei getrennte Anbaubereiche zu haben, einen für das vegetative Wachstum und einen für die Blütezeit. Wenn absolute Dunkelheit gewährleistet ist, sollte der Blüteprozess voranschreiten. Vermeiden Sie Unterbrechungen der Dunkelphasen, da dies den Prozess verzögern kann. 

Eine Hanfpflanze, die die nötige Reife erreicht hat, ist in der Regel ca. 30cm hoch und kann aufgrund der Dunkelphasen mit dem Blüteprozess beginnen und Knospen bilden. Die Dunkelphasen können gut mit einer Zeitschaltung automatisiert und eingehalten werden. Wenn Sie ein Gewächshaus im Garten zum Anbau verwenden, kann einfach eine Plane über das Dach gelegt werden. Ein guter Zeitplan ist, das Gewächshaus um 8 Uhr abends abzudecken und um 8 Uhr morgens die Plane wieder zu entfernen. Nach etwa 2 Wochen sollten Sie feststellen, dass die Pflanzen mit der Blütephase beginnen. Dennoch sollten Sie die Dunkelphasen aufrecht erhalten, bis Sie absolut sicher sind, dass die volle Blütephase erreicht ist. 

Ein Anbau im Herbst oder Frühling macht ein Abdecken wahrscheinlich nicht erforderlich, da die Nächte ausreichend lang sind um die Pflanzen zum Blühen zu bringen. Hier ist es nur wichtig, den besten Platz für die Pflanzen auszuwählen, sodass sie mit dem natürlichen Blüteprozess beginnen können. Wenn Sie die Cannabispflanzen am Ende des Sommers, kurz vor Beginn des Herbsts, nach draußen verlegen, müssen Sie wahrscheinlich nur für 14 Tage ein Blühen erzwingen, da die Nächte anschließend lang genug sind. 

Blühende Pflanzen können mit Dünger wie „High P“ gefördert werden und müssen strikte Dunkelphasen von 12 Stunden erhalten. Ein alternativer Zyklus mit 11 Stunden Dunkelheit und 13 Stunden Licht, kann die Pflanzen größer machen. Durch ein Verlängern der Dunkelphasen während der Blütezeit kann die Reife schneller erreicht werden, wobei dies die Ausbeute der Ernte verringern kann.  

Wenn Sie eine Innenaufzucht bevorzugen, kann ein Aufbau mit 2 Regalen beste Ergebnisse liefern. Ein Regal sollte hierbei mit einem 12 bis 13 Stunden Lichtzyklus geschaltet sein, während das andere Regal konstant beleuchtet wird. Pflanzen in der Anfangsphase werden im Regal mit konstanter Beleuchtung platziert und können nach ein paar Wochen in das Regal mit dem begrenzten Lichtzyklus verlegt werden. Das Regal für die Blütephase sollte allerdings größer sein, da die Pflanzen in diesem Stadium natürlich bereits deutlich größer sein werden. Ansonsten können die Pflanzen natürlich auch nach draußen verlegt werden, wenn nicht genug Raum zur Verfügung steht. 

Ein schwarzer Vorhang aus einem dunklen Material, wie z.B. schwarzem Vinyl, welcher eine reflektierende Rückseite hat, ist ideal. So bleiben die Pflanzen innerhalb des Regals im Dunklen, während die Pflanzen außerhalb von reflektierendem Licht profitieren können. Zum Abdichten des Vorhangs können Schnüre oder Klettverschluss verwendet werden. Wenn Sie eine Regalkonstruktion hoch im Raum aufhängen, ist es weniger wahrscheinlich, dass diese von anderen bemerkt wird. 

Dünger wie der 5-50-17 sind gut für die Blüte der Pflanzen, wobei ein 10-20-10 Dünger immer noch eine ideale Mischung im Sinne der Nährstoffe sein kann. Stellen Sie sicher, dass Sie die Nährstoffe bei jeder Bewässerung hinzuzufügen. 

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass der verwendete Dünger die nötigen Spurenelemente beinhaltet. Es ist besser, einen All-inklusive Dünger zu haben, als alle Spurenelemente einzeln hinzufügen zu müssen. Ihr örtliches Gartencenter bietet Ihnen normalerweise eine Auswahl an Spurenelementen, die Sie entsprechend der Situation einsetzen können.  

Es ist von größter Wichtigkeit, sich darüber klar zu sein, dass der Dunkelzyklus in der Blütephase nicht unterbrochen werden darf.  Dies verzögert das Wachstum der Blüten, da die Pflanze hormonell auf das Licht reagiert. Wenn Sie wirklich an die Pflanzen heran müssen, sollten Sie sie so wenig wie möglich dem Licht aussetzen. Vermeiden Sie während der Blüte auch das Trimmen von Pflanzen so gut es geht. 

Wahrscheinlich werden Sie feststellen, dass, wenn Sie ein grünes Licht während der Arbeit an den Pflanzen in den Dunkelphasen verwenden, kein negativer Effekte auftritt. Ihr örtliches Gartencenter bietet vermutlich eine Reihe von speziellen Sicherheitslampen für die Aufzucht an, aber eigentlich sollte jedes grüne Licht funktionieren. Wenn Sie über den Tag nicht zuhause sind, können Sie den Dunkelzyklus so anpassen, dass er z.B. von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends läuft. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit auch abends noch an den Pflanzen zu arbeiten. 

Besprühen Sie die Pflanzen in der Blütephase nicht zu oft mit Wasser, da dies ein Faulen oder Schimmel verursachen kann. Die Feuchtigkeit muss jetzt besonders gut reguliert werden, da die Pflanzen in dieser Phase am empfindlichsten sind. 

Ein Beginn der Blüte ist in der Regel nach ein oder zwei Wochen festzustellen, nachdem die Pflanzen auf den 12 Stunden Zyklus umgestellt wurden. Ein erstes Anzeichen bieten weiße Härchen, die am Knollenbereich auftreten. Mittels der Härchen können Sie das Geschlecht der Pflanzen bestimmen, wenn Sie mit den spezifischen Merkmalen in Bezug auf Länge und Dichtheit vertraut sind.   

Innerhalb einer Zeit von drei bis sechs Wochen, nachdem das Licht umgestellt wurde, sollten die Pflanzen weiße Stempel aufweisen, welche aus jeder der Sprossenspitzen hervortreten. Die Frucht sollte komplett von ihnen umschlossen sein. Hierbei handelt es sich um Blüten, die die Reife erreichen und sich im Blüteprozess weiter ausbreiten. Bestimmte Pflanzen setzen diesen Reifeprozess so lange fort, bis das Licht wieder umgestellt wird. Wenn Sie genügend Knospen an der Pflanze sehen, können Sie den Lichtzyklus auf 8 bis 10 Stunden verkürzen. Jetzt sollte die Pflanze schneller reifen und innerhalb von 3 Wochen erntereif sein. 

Die meisten Pflanzen können für die letzte Reifephase nach draußen verlegt werden, selbst wenn das Licht für den normalen Reifeprozess zu viel sein sollte. Dies liegt daran, dass eine Pflanze, die das letzte Reifestadium erreicht hat, nicht mehr zu einer vegetativen Phase zurückkehren kann. Es wird also in jedem Fall zur finalen Blütephase kommen. Die Pflanzen nach draußen umzusiedeln, schafft  wieder Platz für den Anbau neuer Cannabispflanzen.  

Achten Sie darauf, wann sich die weißen Härchen der Pflanzen hin zu einer bräunlichen, orangen oder roten Farbe verändern. Die Samenbehälter (männliche Pflanzen ausgeschlossen), beginnen jetzt mit Harzen anzuschwellen. Sobald etwa 80% der Stempel beginnen, die Farbveränderungen aufzuweisen, sind die Pflanzen erntereif. 

Vermeiden Sie es, die Knospen anzufassen. Es ist in Ordnung, die größeren Seitenblätter anzufassen, um einen guten Blick auf die Knospen zu bekommen. Ein direktes Anfassen kann dazu führen, dass das THC abgerieben und die Erntequalität verschlechtern wird.