Das richtige Licht für Hanfpflanzen

Für einen Cannabis Innenanbau brauchen Sie mindestens eine Lichtstärke von 2000 Lumen pro square feet (ca. 0.09 Quadratmeter). Eine geringere Lichtmenge verschlechtert das optimale Wachstum und die Entwicklung der Ernte. Neben der Lichtmenge ist auch der richtige Lichtabstand maßgeblich. Das tägliche Anpassen der Lampenhöhe ist gerade in der Anfangsphase erforderlich, da die Pflanzen sehr schnell wachsen. 

Sie sollten einen Aufbau mit 2500 Lumen pro square feet als Ziel ins Auge fassen, wobei eine Installation mit 3000 Lumen noch besser ist, wenn das CO2 Level optimal angereichert werden soll. 

Die bestmögliche Lösung bieten Gasentladungsröhren (HID). Diese Lampen gibt es in drei verschiedenen Ausführungen – mit Quecksilberdampf, als Halogen-Metalldampflampe und als Hochdruck-Natriumdampflampe. Eine Halogen-Metalldampflampe bietet die ideale Lichtintensität mit einem verbesserten Lichtspektrum. Eine Natriumdampflampe ist Straßenlampen recht ähnlich und kann gelbes oder je nach Ausführung auch orange- und pinkfarbenes Licht abgeben. 

Eine hochqualitative Hochdruck-Natriumdampflampe ist eine vielseitig einsetzbar und kann als ideale Lichtquelle während des ganzen Wachstumsprozesses dienen. Studien haben gezeigt, dass Aufbauten mit Natriumdampflampen 7 bis 10 Tage schneller zur Reife der Pflanzen führen als vergleichbare Aufbauten mit Halogen-Metalldampflampen. Jedoch kann es sich lohnen, die gewonnene Zeit abzuwarten und ein noch besseres Produkt zu ernten. 

Wenn Sie sich etwas mehr mit der Thematik auseinandersetzen, werden Sie feststellen, dass Quecksilberdampflampen und Leuchtstofflampen die kosteneffizienteste Option darstellen. Eine Quecksilberdampflampe ist in der Lage, mit 175 Watt 8000 Lumen zu produzieren, wobei eine Natriumdampflampe 15000 Lumen mit 150 Watt produzieren kann, was natürlich deutlich effizienter ist. Eine Quecksilberdampflampe kann ein sehr gutes Lichtspektrum bieten, während eine Natriumdampflampe im Vergleich hohe Rotspektren aufweist, die besonders dem Blüteprozess zugutekommen. Eine Quecksilberdampflampe bietet starke Blauspektren, welche besonders in der vegetativen Anfangsphase wünschenswert sind. Leider bieten Halogen-Metalldampflampen, die dem Pflanzenwachstum am wenigsten zuträglichen Farbspektren, haben aber in jedem Fall den kleinsten Anschaffungspreis. Generell wird von diesen Lampen abgeraten, da sie langfristig in den Energiekosten zu Buche schlagen. 

Eine Hochdruck-Natriumdampflampe mit 400 Watt kann bis zu 45000 Lumen leisten. Pro 500 Watt monatliche Dauernutzung fallen etwa 19€ an Energiekosten an. Wenn Sie Lampen verwenden, die mit der Hälfte des Stroms die gleiche Lichtmenge produzieren können, ist dies natürlich deutlich effizienter und spart langfristig viel Geld. Indem Sie die laufenden Kosten den anfänglichen Investitionen gegenüber stellen, finden Sie das beste und dauerhaft günstigste Set-up. Eine hochqualitative Natriumdampflampe sollte sich im Vergleich mit einer langsameren und kleineren Leuchtstofflampe oder einer Quecksilberdampflampe schnell amortisiert haben. 

Übersicht Watt im Verhältnis zu Lumen 

TL Leuchtstofflampe 40W 3000Lumen,                           Ausgabe 400W=30.000Lumen 

Quecksilberdampflampe 175W 8000Lumen,                 Ausgabe 400W=20.000Lumen 

Halogen-Metalldampflampe 400W 36.000,                    Ausgabe 400W=36.000Lumen 

Hochdruck-Natriumdampflampe 400W 45000Lumen, Ausgabe 400W=45000Lumen

Aus der Übersicht können Sie entnehmen, dass Quecksilberdampflampen weniger effizient als TL Leuchtstofflampen sind. Zudem dürfen Quecksilberdampflampen nicht zu nah an den Pflanzen angebracht werden, was verhindert, dass diese voll vom Licht profitieren können. Zudem ist die Lichtstreuung nicht optimal. Eine derartige Lampe ist einfach nicht für die Pflanzenaufzucht gedacht. Verwenden Sie stattdessen Natriumdampflampen, Halogen-Metalldampflampen oder TL Leuchtstoffröhren. Eine Halogen-Lichtbogenlampe produziert wahrscheinlich zu viel Hitze und ist nicht ausreichend hell genug. Deshalb werden sie trotz idealem Lichtspektrums nicht empfohlen. 

Auf dem Markt befindet sich außerdem eine Natriumdampflampe in Birnenform, die als „Son Agro“ bekannt ist und in Ausführungen mit 250W, 400W und 1000W angeboten wird. Die 400W Variante ist näher an 430W, da sie eine 30W Lampe mit blauem Licht beinhaltet. Ein Lampe dieser Art ist extrem hell und produziert etwa 53.000 Lumen. Das ist genug, um ein Gewächshaus auszuleuchten und kann als Alternative zu Natriumdampflampen in Röhrenform eingesetzt werden. Diese Birnen kombinieren zudem viele Vorteile der Quecksilberlampen wie das gute Lichtspektrum für das frühe Wachstumsstadium mit den Vorteilen der Natriumdampfröhren. 

Die Lampen vom Typ Son Agro sind zudem am besten geeignet, Pflanzen mit geringem Internodium heranwachsen zu lassen. So bekommen sie kompakte, buschartige Cannabispflanzen, die schnell wachsen. Nachteilig ist die kürzere Lebensdauer dieser Lampen im Vergleich zu den normalen Röhren, die bis zu 25% geringer ausfallen kann. 

Eine weitere Möglichkeit bieten Halogen-Metalldampfbirnen die in den Ausführungen 400W mit 36.000 Lumen oder 40.000 Lumen erhältlich sind. Die letztere Variante ist wegen der besseren Lumenzahl in der Regel teurer. Diese Lampen sind in der anfänglichen Wachstumsphase effizienter, danach aber weniger effizient als Natriumdampfröhren. Es gibt auch Ausführungen die umschaltbar sind und dann ähnliche Werte wie die Natriumdampflampen aufweisen. Diese sind aber normalerweise recht teuer und die Son Agro sind wahrscheinlich die bessere Wahl. Langfristig sind die Son Agro kostengünstiger und zudem einfacher zu montieren als mehrere Leuchtstoffröhren.  

Ein Aufbau mit einer Halogen-Metalldampflampe mit 36.000 Lumen und 400W sowie mit einer Natriumdampfröhre mit 53.000 Lumen und 430W bietet aller Wahrscheinlichkeit nach die energieeffizienteste Lösung und die beste Ernte. Häufig ist hier die Natriumdampfbirne Son Agro die beste Wahl auch wenn der Anschaffungspreis höher liegt.  

Ein Set-up mit Son Agro Lampen ist eigentlich in jedem Szenario die qualitativ bessere Option im Vergleich zu Quecksilberdampflampen. Zwar sind die Quecksilberlampen günstiger in der Anschaffung, jedoch ist die Haltbarkeit deutlich geringer. Eine Hochdruck-Natriumdampflampe hält in den meisten Fällen etwa 21.000 Stunden, während eine Quecksilberdampflampe ca. 10.000 Stunden hält. Eine lang haltende Lampe mit mehr Power ist also die bessere Wahl. 

Leuchtstofflampen werden zudem am besten horizontal montiert, da dies die Lichtausbeute für die Pflanzen erhöht. Die Lichtqualität kann so bis zu 30% verbessert werden. Viele der Leuchtstofflampen sind bereits mit seitlichen Halterungen für die ideale Anbringung in einem Innengewächshaus erhältlich. 

Ein Aufbau mit Hochdruck-Natriumdampflampen ist garantiert am kostengünstigsten zu betreiben, doch in Baumärkten finden sich häufig nur Ausführungen mit 70W Birnen. Diese Wattzahl ist nicht besonders wünschenswert aber immer noch effizienter als TL Leuchtstofflampen. Ein Kleinanbau (9sq ft² oder weniger) kann mit diesen Lampen betrieben werden. Eine größere Produktion benötigt mehrere Lampen am besten mit mindestens 140W. Eine 150W Natriumdampflampe kann bis zu 18.000Lumen liefern, bietet eine gute Lebensdauer und ist kostengünstig zu betreiben. 

Zu beachten ist, dass die mittelgroßen Lampen mit 150 bis 250W oft fast genauso viel kosten wie die großen 400W Lampen. Sollten Sie also ausreichend Platz haben, können die großen Lampen die bessere Wahl sein. Ein professioneller Aufbau benötigt Lampen in der Größenordnung um 1080Watt. Obwohl ein Aufbau mit 400W Lampen eine bessere Lichtverteilung verspricht. Doch zwei kleinere Lampen kosten oft deutlich mehr als eine Große, das sollten Sie mit in die Entscheidung einfließen lassen. 

Die abgestrahlte Hitze und die Menge des Lichts einer bestimmten Leuchtstofflampe müssen aber auch im Kontext von Faktoren wie PH-Wert, Nährstoffen, C02 Level, und Temperatur im Raum betrachtet werden. Eine zu große Lampe in einem kleinen Raum macht eine starke Ventilation erforderlich, was wiederum das Vermögen der Pflanze beeinträchtig CO2 umzusetzen, da dieses aus dem Raum geblasen wird.